Barcamp verstehen
Das Programm beginnt mit einer leeren Wand.
Und mit Menschen, die Fragen, Erfahrungen und Ideen mitbringen. Daraus entsteht Schritt für Schritt die Agenda des Tages.
01 — Prinzip
Die Teilnehmenden werden zu Mitgestaltenden.
Bei einem Barcamp gibt es kein vollständig vorab festgelegtes Vortragsprogramm. Nach einer gemeinsamen Einführung stellen die Teilnehmenden Themen vor, zu denen sie etwas beitragen oder gemeinsam arbeiten möchten. Aus diesen Vorschlägen entsteht der Sessionplan.
Offenheit bedeutet dabei nicht Planlosigkeit. Zeitfenster, Räume, Übergänge, Spielregeln und Ergebnissicherung brauchen eine klare Vorbereitung und Moderation.
Der typische Ablauf
- Ankommen und Orientierung: Ziel, Thema und Arbeitsweise werden verständlich.
- Themen anbieten: Teilnehmende stellen ihre Fragen oder Sessionideen kurz vor.
- Sessionplan erstellen: Die Themen werden Zeiten und Räumen zugeordnet.
- Gemeinsam arbeiten: Wissen teilen, Fragen klären, Ideen entwickeln.
- Ergebnisse sichern: Erkenntnisse und nächste Schritte werden zusammengeführt.
Wann passt ein Barcamp?
Ein Barcamp ist besonders geeignet, wenn viele Menschen relevantes Wissen und unterschiedliche Perspektiven mitbringen, die entscheidenden Themen aber noch nicht abschließend feststehen.
Nicht jedes Anliegen braucht ein Barcamp. Bei stark eskalierten Konflikten, feststehenden Informationszielen oder Entscheidungen mit eng begrenztem Spielraum können andere Dialogformate geeigneter sein.